365 Grad

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Was glauben wir eigentlich noch?

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Kommentare

Jesus und Thor?
by Jesus und Thor? on
Noch ein Gedanke zur Beziehung zu Gott und biblischen Texten: mir scheint das ja schon auch in der Gebetspraxis von Jesus und seinen Vorschlägen zum Gebet ("Wenn ein Sohn seinen Vater um ein Brot bittet") oder so etwas wie der Geschichte vom verlorenen Sohn wieder. Und allgemein eben darin, dass das Neue Testament mit Jesus einen anfassbaren Gott (egal wie das jetzt mit Trinitätslehre nach nicäischer Glaubensformel und Neuem Testament aussieht) zeigt, der mit den Leuten redet, sich auf eine bestimmte Weise zu ihnen verhält, sie zur Nachfolge aufruft. Der ist dann für die Christen immer noch Herr aber eine ganz andere Art von Herr, wobei die Autorität immer noch klar da ist allerdings neue Ausdrucksformen findet. Das scheint mir aber doch auch alles irgendwie eine zumindest etwas andere Art von persönlicher Beziehung zu sein (wenn auch vielleicht sogar eine stärkere) als man sie sich normalerweise in evangelikalen Kreisen vorstellt.
Jesus und Thor?
by Jesus und Thor? on
Es stimmt natürlich, dass Jesus nicht den Thor macht als es zur Kreuzigung kommt. Ist natürlich auch die Frage was die Jünger genau erwarten. Erwarten sie, dass Gott mit Wundern kommt oder erwarten sie von ihrem Messias, der ja zu diesem Zeitpunkt noch als irdischer Herrscher gedacht wird, nicht eher dass er mit weltlichen Mitteln das Reich Gottes errichtet? Gut aber vielleicht erwarten sie dabei auch das machtvolle Wirken Gottes. Die Geschichte hört hier allerdings ja auch nicht auf. Stattdessen ist es so, dass als die Jünger denken alles ist verloren und Gott mach tatsächlich nichts und ihr ganzes Glauben und Hoffen war irregeleitet die Auferstehung geschieht. Ein Wunder, dass sie nicht erwartet haben und dass, vielleicht gerade weil sie es nicht erwartet haben, für sie deutlich schockierender ist als es der Thor-move vielleicht gewesen wäre. Das Wunder das Gott dann tut ist letztendlich krasser als sie es erwartete haben so krass, die Männer den Frauen zunächst nicht glauben wollen, immer wieder Unglauben ausbricht und von Furcht und Zittern die Rede ist. Vielleicht sollten wir lieber denken, dass wir Gottes Handeln und Nichthandeln eben nicht so einfach vorhersagen, dass wir Gottes Natur nicht so einfach kategorisieren können und das Gott notwendig immer so sein muss, dass er unser Denken und Hoffen durchbricht.
Jan
by Jan on
@Test ich habe jetzt erst gesehen, dass die Kommentare noch freigeschaltet werden müssen. Wir sind auf die Kommentare zu Beginn unserer Folge 4, "Rissgeschichten" eingegangen. Danke für die Fragen und das Feedback!
Test
by Test on
Irgendwie ist meib letztes kommentar weg...
Tobias
by Tobias on
Hi, vielen Dank für eure Gedanken, die ihr so offen mitgeteilt habt. Ich habe mich an ein Hörspiel aus meiner Kindheit erinnert, bei dem Vater und Sohn in der Wüste mit dem Flugzeug abstürzen... Der Vater sorgt sich gemäß "Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott", während der Sohn ihn mit beten und Gottvertrauen eines besseren belehrt. - so jedenfalls der wahrgenommene Glaubenssatz. Wenn ich jetzt aber darüber nachdenke, scheint mir an "Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott" doch mehr dran zu sein. - Gott wünscht sich doch, dass wir selbstständige Wesen sind, eigene Entscheidungen treffen, etc. Diese schleichende, ganz langsame Transformation des "Glaubens" finde ich gerade schön - auch wenn es u.a. schmerzhaft ist, wenn die alten Glaubenssätze/Fixierungen sterben und Platz für Neues entsteht.
Forrest Schmand
by Forrest Schmand on
Vielen Dank für den tollen Podcast. Sehr interessant zu hören, dass man seinem "evangelikalen Glauben" nicht als einziger den Rücken gekehrt hat. Folgende Fragen würden mich noch weiterführend interessieren: 1) Woran liegt es, dass manche irgendwann gelernte Glaubensstruktuten hinterfragen und andere ewig sich darin wiederfinden. 2) Was bewegt euch dazu im Bereich Glaube so aktiv zu sein, obwohl ihr euch nur als Schaaf im Universum eines Hirten seht? 3) Was haltet ihr von anderen Religionen? Wenn die Bibel Metaphern über Gott erzählt, warum seht ihr nicht andere Glaubenswerke als ebensolche an?

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